PIUS – Recht leicht gemacht
EFA – Effizienz Agentur NRW
Definition von Gefahrgütern

Gefahrgut

Definition von Gefahrgütern

Unter das Gefahrgutrecht fallen Stoffe und Gegenstände, die aufgrund ihrer Natur, ihrer Eigenschaften oder ihres Zustandes während des Transportes Gefahren für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung in sich bergen. Geschützt werden sollen insbesondere die Allgemeinheit sowie wichtige Gemeingüter wie Leben, Gesundheit von Mensch und Tier sowie Sachen.

Begrifflich muss unterschieden werden zwischen GefahrgutGefahrgut
Die Definition zu Gefahrgut findet sich im Gesetz über die Beförderung gefährlicher Güter. Es handelt sich um Stoffe und Gegenstände, von denen aufgrund ihrer Natur, ihrer Eigenschaften oder ihres Zustandes im Zusammenhang mit der Beförderung Gefahren ausgehen können.
und Gefahrstoff. Die GefahrstoffverordnungGefahrstoffverordnung
Die Gefahrstoffverordnung regelt die Einstufung, Verpackung und Kennzeichnung von Gefahrstoffen, sowie generell den Umgang und die Verwendung.
regelt die Lagerung und den Umgang mit Gefahrstoffen, die Gefahrgutverordnung regelt dagegen die Beförderung bzw. den Transport gefährlicher Güter außerhalb des eigenen Firmengeländes.


Die Beförderung von Gefahrgütern beinhaltet:

  • den Vorgang der Ortsveränderung
  • die Übernahme, das Entladen und die Ablieferung
  • zeitweilige Aufenthalte im Laufe der Beförderung
  • Vorbereitungs- und Abschlusshandlungen (z.B. Verpacken, Verladen)


Das Gefahrgutrecht beginnt bereits vor dem Transport und endet erst nach dem Entladen. Grundlage für alle nationalen gesetzlichen Regelungen im Gefahrgutbereich ist das Gesetz über die Beförderung gefährlicher Güter Gesetz über die Beförderung gefährlicher Güter
Gilt für die Beförderung gefährlicher Güter mit Eisenbahn, Magnetschwebebahn, Straßen-, Wasser- und Luftfahrzeugen.
(GGBefGGGBefG
Gilt für die Beförderung gefährlicher Güter mit Eisenbahn, Magnetschwebebahn, Straßen-, Wasser- und Luftfahrzeugen.
). Die Beförderung gefährlicher Güter auf öffentlichen Straßen wird in erster Linie durch die Gefahrgutverordnung Straße, Eisenbahn und Binnenschifffahrt (GGVSEBGGVSEB
Diese Verordnung regelt die innerstaatliche und grenzüberschreitende Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße mit Fahrzeugen und auf der Schiene sowie auf Binnengewässern.
) in Verbindung mit dem Europäischen Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter (ADRADR
Abkürzung für « Accord européen relativ au transport international des marchandises Dangereuses par Route » – Europäisches Übereinkommen über den Transport gefährlicher Güter auf der Straße. Das ADR wird rechtlich alle zwei Jahre an die tatsächlichen Begebenheiten angepasst, aktueller Stand ist das ADR 2013, die nächste Änderung erfolgt 2015.
) geregelt. Das ADRADR
Abkürzung für « Accord européen relativ au transport international des marchandises Dangereuses par Route » – Europäisches Übereinkommen über den Transport gefährlicher Güter auf der Straße. Das ADR wird rechtlich alle zwei Jahre an die tatsächlichen Begebenheiten angepasst, aktueller Stand ist das ADR 2013, die nächste Änderung erfolgt 2015.
wird alle zwei Jahre überarbeitet und geändert. Die GGVSEBGGVSEB
Diese Verordnung regelt die innerstaatliche und grenzüberschreitende Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße mit Fahrzeugen und auf der Schiene sowie auf Binnengewässern.
regelt die innerstaatliche und grenzüberschreitende einschließlich innergemeinschaftliche (von und nach Mitgliedstaaten der Europäischen Union) Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße mit Fahrzeugen (Straßenverkehr), auf der Schiene mit Eisenbahnen (Schienenverkehr) und auf allen schiffbaren Binnengewässern in Deutschland.

Nahezu alle Unternehmen, die an der Beförderung gefährlicher Güter beteiligt sind, haben einen Gefahrgutbeauftragten zu bestellen. Die Bestellung, Schulung und Aufgaben des Gefahrgutbeauftragten werden in der GefahrgutbeauftragtenverordnungGefahrgutbeauftragtenverordnung
Nationale Verordnung über die Bestellung von Gefahrgutbeauftragten und die Schulung von beauftragten Personen in Unternehmen und Betrieben, gilt verkehrsübergreifend.
(GbVGbV
Nationale Verordnung über die Bestellung von Gefahrgutbeauftragten und die Schulung von beauftragten Personen in Unternehmen und Betrieben, gilt verkehrsübergreifend.
) geregelt.