PIUS – Recht leicht gemacht
EFA – Effizienz Agentur NRW
Definition von wassergefährdenden Stoffen

Wassergefährdende Stoffe

Was sind wassergefährdende Stoffe?

Wassergefährdende Stoffe sind feste, flüssige und gasförmige Stoffe, die geeignet sind, dauernd oder in einem nicht nur unerheblichen Ausmaß nachteilige Veränderungen der Wasserbeschaffenheit herbeizuführen (§ 62 Abs. 3 WHGWHG
Rahmengesetz des Bundes zur Ordnung des Wasserhaushalts mit grundlegenden Bestimmungen über wasserwirtschaftliche Maßnahmen. Das WHG bezieht sich sowohl auf oberirdische Gewässer (Flüsse, Seen, etc.), als auch auf Küstengewässer und das Grundwasser.
).

Wassergefährdende Stoffe (Flüssigkeiten, Feststoffe und Gase) werden in drei Wassergefährdungsklassen (WGK) eingeteilt:

  • WGK 1:
    schwach wassergefährdend (z.B. bestimmte Säuren und Laugen)
  • WGK 2:
    wassergefährdend (z.B. Heizöl, Diesel, Schmieröl)
  • WGK 3:
    stark wassergefährdend (z.B. Altöl, PERPER
    Tetrachlorethen (Trivialname Perchloräthylen, PER) ist ein Lösungsmittel, das in der Textil- und in der Metallindustrie Anwendung findet. Wegen seines hohen Fettlösevermögens wird es als Reinigungs- und Entfettungsmittel verwendet. Tetrachlorethen ist als krebserzeugender Gefahrenstoff gemäß der ADR in der Kategorie 3 – Entzündbare flüssige Stoffe – eingestuft.
    , Normalbenzin (R45))


Die Einteilung in eine der drei Wassergefährdungsklassen ist wichtig, da je nach Einstufung unterschiedliche Anforderungen beachtet werden müssen.