PIUS – Recht leicht gemacht
EFA – Effizienz Agentur NRW
Wasserschutzgebiet

Wassergefährdende Stoffe

Was gilt in Wasserschutzgebieten?  

Besondere Anforderungen gelten im Umgang mit wassergefährdenden Stoffen, wenn Ihr Betrieb in einem Wasserschutzgebiet liegt. Neben den genannten Anforderungen in § 5, VAwS NRW ist die örtliche Wasserschutzgebietsverordnung zu beachten.

Im Fassungsbereich und in der engeren Zone von Schutzgebieten:

Anlagen zum Lagern, Abfüllen und Umschlagen wassergefährdender Stoffe (§ 5 VAwS NRW) sind unzulässig (Ausnahmen durch die zuständige Behörde möglich).

Des Weiteren gilt:

  • Alle Anlagen müssen doppelwandig mit Leckanzeigegerät oder mit Auffangraum ausgestattet sein. Das Rückhaltevolumen bemisst sich am Volumen des größten Behälters. Bei mehreren oberirdischen Behältern mit einer gemeinsamen Rückhaltung ist für die Besserung nur das Volumen des größten Behälters maßgebend, sowie 10% des Volumens aller Behälter. Kommunizierende Behälter gelten als ein Behälter.
    Anlagen in Überschwemmungsgebieten dürfen nur so eingebaut, aufgestellt oder betrieben werden, dass sie nicht aufschwimmen oder anderweitig durch Hochwasser beschädigt werden und dass keine wassergefährdende Stoffe aus den Anlagen austreten können.
  • Sachverständigenprüfung bereits für oberirdische Anlagen mit einem Gesamtrauminhalt von mehr als 1 m3, bei Lagerung von Heizöl mit einem Gesamtrauminhalt von mehr als 5 m3. Das Prüfintervall verkürzt sich auf 2,5 Jahre.