PIUS – Recht leicht gemacht
EFA – Effizienz Agentur NRW
Informationen und Hinweise

Kälteanlage

Informationen und Hinweise

Die komplette Kälteanlage muss so gebaut, betrieben und gewartet werden, dass es zu keiner Freisetzung des Kältemittels kommen kann. Die Dichtheit einer Kälteanlage ist aus technischen, ökologischen und ökonomischen Gründen notwendig.

 

Überdenken Sie die geplante Baugröße:

Ist die Kälteanlage auf die Größe der Betriebseinrichtung abgestimmt oder können Prozessparameter weiter optimiert werden? Denken Sie bei der Auswahl einer neuen Kälteanlage auch an den Einfluss möglicher Kältemittelemissionen bei Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten und die damit verbundenen Folgekosten.

 

Die Werkstoffauswahl der Komponenten und ihrer Verbindungen hat nach dem Stand der TechnikStand der Technik
Stand der Technik ist ein juristischer Begriff im Umweltrecht, mit dem man einen rechtlichen Maßstab für die Begrenzung der Emissionen bezeichnet. Stand der Technik sind solche fortschrittlichen Verfahren, Einrichtungen und Betriebsweisen, die nach ihrem Entwicklungsstand zur weitgehenden Begrenzung der Emissionen praktisch geeignet erscheinen. Der Stand der Technik setzt eine technische Entwicklung voraus, nach der die Verfahren und Einrichtungen in Versuchs- und Pilotanlagen so weit erprobt sind, dass die Gewähr für einen einwandfreien Betrieb unter Produktionsbedingungen gegeben erscheint.
 
Stand der Technik ist ein juristischer Begriff im Umweltrecht, mit dem man einen rechtlichen Maßstab für die Begrenzung der Emissionen bezeichnet.
 
Stand der Technik sind solche fortschrittlichen Verfahren, Einrichtungen und Betriebsweisen, die nach ihrem Entwicklungsstand zur weitgehenden Begrenzung der Emissionen praktisch geeignet erscheinen. Der Stand der Technik setzt eine technische Entwicklung voraus, nach der die Verfahren und Einrichtungen in Versuchs- und Pilotanlagen so weit erprobt sind, dass die Gewähr für einen einwandfreien Betrieb unter Produktionsbedingungen gegeben erscheint. 
Der Stand der Technik wird u.a. bei der Genehmigung für die Errichtung und für den Betrieb umweltbelastender Anlagen durchgesetzt. Maßgeblich sind dabei die technischen Regelwerken, v.a. die technischen Anleitungen wie TA-Luft, TA-Lärm, TA-Abfall.
 
Das Prinzip der Genehmigung von Anlagen nach dem Stand der Technik ist in Deutschland ein wichtiges Instrument der Vorsorgepolitik gegen schädliche Umweltbelastungen – indem nämlich durch eine konsequente Anwendung des Stand der Technik das Vorsorgeprinzip praktikabel gemacht wird.
 
Häufig in diesem Zusammenhang genannt ist der Begriff der Besten-Verfügbaren-Technik (BVT) – Merkblätter zur europäischen IVU-Richtlinie. Die EU-Richtlinie über die integrierte Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung vom 30. Oktober 1996 (IVU-Richtlinie) regelt die Genehmigung besonders umweltrelevanter Industrieanlagen auf der Grundlage eines medienübergreifenden Konzeptes. Bei diesem Ansatz werden sowohl Emissionen in Luft, Wasser und Boden als auch abfallwirtschaftliche Aspekte, Ressourcen- und Energieeffizienz sowie die Vorbeugung von Unfällen erfasst. Ziel ist es, ein hohes Schutzniveau für die Umwelt insgesamt zu erreichen. Ein wesentliches Element der Richtlinie ist die Forderung nach Anwendung der „Beste-Verfügbaren-Techniken“ (BVT) bei allen neuen Anlagen, spätestens ab 2007 auch bei allen bestehenden Anlagen.
 
Die BVT-Merkblätter (engl.: Best Available Techniques Reference Documents, kurz: BREFs) werden im Rahmen eines von der Europäischen Kommission organisierten mehrjährigen Arbeitsprogramms (1997 – 2003) zu den unter die IVU-Richtlinie fallenden industriellen Sektoren erarbeitet.
 
» weitere Informationen finden Sie auf den Seiten des Umweltbundesamtes 
zu erfolgen.

Leckagen und andere Störungen müssen unverzüglich von einer sachkundigen Person behoben werden. Kältemittel nicht nachfüllen, solange nicht alle undichten Stellen gefunden und ordnungsgemäß instandgesetzt worden sind. Halten Sie die Kältemittelfüllmenge so gering wie möglich.

Betriebsanweisungen für Kälteanlagen unter Berücksichtigung der Betriebsanleitung des Herstellers (insbesondere mit Angaben zu Kältemittelart, Kältemittelfüllgewicht, zulässigen Betriebsüberdruck, Anweisung über An- und Abstellen der Anlage, Notfall, Sicherheitshinweise für das Kältemittel, Hinweis auf den Gebrauch von persönlicher Schutzausrüstung) erstellen.

Bewerten Sie die Kälteanlage nach einem ganzheitlichen Ansatz (ökonomische und ökologische Aspekte) unter Berücksichtigung von örtlichen Bedingungen, Anlagenalter, Anlagenzustand, Restbetriebszeit, Grundsatz der Verhältnismäßigkeit. Potenziale können z.B. mit Hilfe des PIUS-Checks aufgedeckt werden.

Prüfen Sie, …

  1. Welche Kälteanlagen mit welchen Mengen betrieben werden.
  2. Wenn Anlagen mit mehr als 3 kg Kältemittel betrieben werden, sind die entsprechenden Wartungen durch einen Fachbetrieb zu organisieren.
  3. Wenn Anlagen mit einem Kältemittel betrieben werden, das ein CO2 Äquivalent von 5 t oder mehr hat, muss ebenfalls regelmäßig eine Dichtheitsprüfung durchgeführt werden. Die 5 t CO2 Äquivalent können auch schon bei einer Kältemittelmenge unter 3 kg erreicht werden. Wie das CO 2 Äquivalent ermittelt werden kann steht in der EG (VO) 517/2014.
  4. Betriebstagebuch anlegen.
  5. Fachbetriebsnachweis von dem Dienstleistungsunternehmen einholen.

 

Beachten Sie, …

  1. die Chemikalien–Ozonschicht–Verordnung (EU Verordnung 2037/2000 über Stoffe, die zum Abbau der Ozonschicht führen),
  2. die EU-Verordnung 517/2014 (EU-Verordnungen gelten unmittelbar in Deutschland) i.V.m. der Verordnung zum Schutz des Klimas vor Veränderungen durch den Eintrag bestimmter fluorierter Treibhausgase (Chemikalien-Klimaschutzverordnung).

Denken Sie an!

Arbeitssicherheit [z.B. die Anforderungen aus der Betriebssicherheitsverordnung Betriebssicherheitsverordnung
Die Betriebssicherheitsverordnung ersetzt in gestraffter Form eine Vielzahl von Verordnungen im Bereich Umgang, Lagerung, Umfüllen brennbarer Flüssigkeiten, Druck und Explosionsschutz. Sie gilt für die Bereitstellung von Arbeitsmitteln durch Arbeitgeber sowie für die Benutzung von Arbeitsmitteln durch Beschäftigte bei der Arbeit. Außerdem gilt die BetrSichV auch für überwachungsbedürftige Anlagen z.B. Lageranlagen mit einem Gesamtrauminhalt von mehr als 10.000 Litern, Dampfkesselanlagen, Druckbehälteranlagen, Füllanlagen, Aufzugsanlagen, Anlagen in explosionsgefährdeten Bereichen, Füllstellen mit einer Umschlagkapazität von mehr als 1.000 Litern. Zielsetzung dieser Neuordnung ist unter anderem die Stärkung der Eigenverantwortung der Arbeitgeber.
(BetrSichVBetrSichV
Die Betriebssicherheitsverordnung ersetzt in gestraffter Form eine Vielzahl von Verordnungen im Bereich Umgang, Lagerung, Umfüllen brennbarer Flüssigkeiten, Druck und Explosionsschutz. Sie gilt für die Bereitstellung von Arbeitsmitteln durch Arbeitgeber sowie für die Benutzung von Arbeitsmitteln durch Beschäftigte bei der Arbeit. Außerdem gilt die BetrSichV auch für überwachungsbedürftige Anlagen z.B. Lageranlagen mit einem Gesamtrauminhalt von mehr als 10.000 Litern, Dampfkesselanlagen, Druckbehälteranlagen, Füllanlagen, Aufzugsanlagen, Anlagen in explosionsgefährdeten Bereichen, Füllstellen mit einer Umschlagkapazität von mehr als 1.000 Litern. Zielsetzung dieser Neuordnung ist unter anderem die Stärkung der Eigenverantwortung der Arbeitgeber.
) und aus dem Produktsicherheitsgesetz (ProdSG)]