PIUS – Recht leicht gemacht
EFA – Effizienz Agentur NRW
Informationen und Hinweise

Öllager/Fass- und Gebindelager

Informationen und Hinweise

  • Doppelwandige Lagerbehälter mit Leckanzeigegerät benutzen oder die Fässer auf eine bauartgeprüfte Auffangwanne stellen.


  • Bei Fass- und Gebindelagern muss die Auffangwanne den Inhalt des größten Fasses aufnehmen können, mindestens aber 10% des Gesamtvolumens (bei Gesamtrauminhalt unter 100 m3).


  • Oberirdische Anlagen mit Stoffen der WGK 2 mit einem Volumen von weniger als 0,1 m3 und WGKWGK
    Wassergefährdende Stoffe sind feste, flüssige und gasförmige Stoffe, die geeignet sind, nachhaltig die physikalische, chemische oder biologische Beschaffenheit des Wassers nachteilig zu verändern (§ 19g WHG). Wassergefährdende Stoffe (Flüssigkeiten, Feststoffe und Gase) werden in drei Wassergefährdungsklassen (WGK) eingeteilt.

    Beispiel zur Ermittlung von Wassergefährdungsklassen und Stoffgemischen
      * 1. In einem Abschreckbecken einer Härterei befindet sich ein Wassergemisch, dem 4% Komponenten der WGK 2 und keine Komponente der WGK 3 enthalten sind. Für das gesamte Gemisch ergibt sich die WGK 1.
      * 2. Wird diesem Gemisch nun noch ein Frostschutz mit der WGK 3 in einem Anteil von 0,25% zugesetzt, ergibt sich die WGK 2.
      * 3. Ein Gemisch enthält 20% WGK 2 und 80% WGK 1 Stoffe, es ist daher in WGK 2 einzustufen. Wird dieses Gemisch im Verhältnis 1:1 mit Wasser verdünnt, so ergibt sich im verdünnten Gemisch ein Anteil von 10% WGK 2 Stoffen, das Gemisch ist weiterhin in WGK 2 einzustufen. Wird im Verhältnis 1:4 verdünnt, so beträgt der GWGK 2 Stoffanteil nur noch 4% und das verdünnte Gemisch ist der WGK 1 zuzuordnen.
    1 mit einem Volumen von höchsten 1 m3 müssen nicht doppelwandig sein oder auf einem Auffangraum stehen. Es müssen aber die allgemeinen Anforderungen eingehalten werden (§ 3 VAwS NRW). Insbesondere müssen im Schadensfall austretende Stoffe zurückgehalten werden (dichte Bodenfläche).

 

 

  • In oberirdischen Lageranlagen mit mehr 1m² wassergefährdenden Stoffen muss eine Inbetriebnahmeprüfung erfolgen. Es sei denn die Anlage wurde von eine WHGWHG
    Rahmengesetz des Bundes zur Ordnung des Wasserhaushalts mit grundlegenden Bestimmungen über wasserwirtschaftliche Maßnahmen. Das WHG bezieht sich sowohl auf oberirdische Gewässer (Flüsse, Seen, etc.), als auch auf Küstengewässer und das Grundwasser.
    Fachbetrieb aufgestellt. Dann reicht eine Bescheinigung über den ordnungsgemäßen Zustand von dem WHGWHG
    Rahmengesetz des Bundes zur Ordnung des Wasserhaushalts mit grundlegenden Bestimmungen über wasserwirtschaftliche Maßnahmen. Das WHG bezieht sich sowohl auf oberirdische Gewässer (Flüsse, Seen, etc.), als auch auf Küstengewässer und das Grundwasser.
    Fachbetrieb (§ 12 VAwS NRW).

 

 

  • Damit Leckagen schnell und zuverlässig feststellbar sind, müssen Auffangwannen sauber sein, einlaufende Flüssigkeit oder Verschmutzung ist sofort zu entfernen. Bei Auffangwannen bis 1000 l aus Stahl sieht die STAWAR (Richtlinie für Auffangwannen mit einem Volumen bis 1000 l) vor, dass diese 1-mal wöchentlich einer Sichtprüfung zu unterziehen sind. Alle zwei Jahre muss eine dokumentierte Korrosionsprüfung von allen Seiten erfolgen.


  • Zapf- und Befüllbereich in Auffangwanne einbeziehen oder mit Tropftassen ausstatten (bei Doppelwandbehältern).


  • Abfüllen von Lagergebinden in kleinere Gebinde nur mit geeigneten Einrichtungen (z.B. Fasspumpe, Kippvorrichtungen, Heber etc.).


  • Verringerung des Lagerbestandes von wassergefährdenden Stoffen.


  • Besondere Anforderungen gelten in Wasserschutzgebieten.

» weitere Informationen unter

Gefahrstoff
wassergefährdende Stoffe