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EFA – Effizienz Agentur NRW
Die wichtigsten umweltrechtlichen Vorschriften

Kälteanlage

Die wichtigsten umweltrechtlichen Vorschriften

§ Unfallvorschriften BGR 500 Kapitel 2.35 „Kälteanlagen, Wärmepumpen und Kühleinrichtungen“ (DIN 8975 Teil 1 bis Teil 11, Kälteanlagen):

Die DIN 8975 „Kälteanlagen, sicherheitstechnische Grundsätze für Gestaltung, Ausrüstung, Aufstellung und Betreiben“ gilt für alle Arten von Kälteanlagen.

Die DIN EN 378 Teil 1 bis 4 (Kälteanlagen und Wärmepumpen – sicherheitstechnische und umweltrelevante Anforderungen) nimmt Stellung zu grundsätzlichen Anforderungen, Konstruktion, Herstellung, Prüfung, Kennzeichnung, Aufstellungsort und Schutz von Personen, Betrieb, Instandhaltung und Rückgewinnung.

§ ChemOzonSchichtV (Chemikalien-Ozonschichtverordnung – ersetzt die FCKW-Halon-Verbots-Verordnung):

Die Verordnung enthält chemikalien- und abfallrechtliche Regelungen für Fluorchlorkohlenwasserstoffe, andere vollhalogenierte Fluorchlorkohlenwasserstoffe, Halone, Tetrachlorkohlenstoff, 1,1,1-Trichlorethan, Methylbromid, teilhalogenierte Fluorbromkohlenwasserstoffe, teilhalogenierte Fluorchlorkohlenwasserstoffe und Chlorbrommethan. Ziel ist, die Einträge ozonschädigender Stoffe [Lexikon …] in die Erdatmosphäre zu mindern. Die Verordnung enthält Verbote und Beschränkungen zu bestimmten Einatzbereichen dieser Stoffe, Regelungen zur Rückgewinnung und Rücknahme sowie Vorschriften zur Emissionsvermeidung bei Betrieb, Wartung, ßerbetriebnahme und Entsorgung.

Bestehende Anlagen:

  • mit dem Kältemittel R 22:
    Laut FCKW-Halon-Verbots-Verordnung ist es verboten, Erzeugnisse, die R 22 enthalten, herzustellen oder in den Verkehr zu bringen bzw. zu verwenden. R 22 gehört zu den teilhalogenierten Fluorchlorkohlenwasserstoffen (H-FCKW) und schädigt die Ozonschicht. Für die Rückgewinnung ist der Besitzer verantwortlich, der diese Aufgabe an Sachkundige übertragen sollte. Hersteller haben diese Stoffe zurückzunehmen und über deren Verbleib Aufzeichnungen zu führen.

    Seit dem 1.1.2015 ist die Verwendung von R22 auch in der aufbereiteten Form verboten. Anlagen mit R22 dürfen nur so lange betreiben werden, wie kein Eingriff in den Kühlkreislauf durch Wartung, Dichtheitsprüfung etc. erforderlich wird.

    Generell gilt auch im normalen Betrieb ein Austreten dieser Stoffe oder Zubereitungen in die Atmosphäre zu verhindern. Bei Anlagen mit mehr als 3 kg der geregelten Stoffe als Bestandteil einer Zubereitung als Kältemittel, ist die Einrichtung regelmäßig, abhängig vom Alter und Beschaffenheit, fachgerecht zu warten. Es muss aber mindestens jährlich eine Überprüfung durch geeignete Geräte auf Undichtigkeit erfolgen, festgestellte Undichtigkeiten sind sofort zu beseitigen.

    Bei Anlagen mit einem CO2 -Äquivalent von mehr als 5 t ist, abhängig von der Menge des CO2 -Äquivalents bis zu dreimal jährlich eine Dichtheitsprüfung durchzuführen (EG VO 517/2014).

    Über die Inspektionen, Wartungen, Dichtheitsprüfungen und Instandsetzungsarbeiten sind in einem Betriebshandbuch Aufzeichnungen zu führen. Das Handbuch ist vom Betreiber mindestens 5 Jahre lang aufzubewahren.

    Sowohl für die Rückgewinnung als auch für die Inspektion und Wartung ist Sachkunde erforderlich.

!¡ Ausnahme

Inspektionen an kältetechnischen Einrichtungen, die keinen Eingriff in den Kältemittelkreislauf erfordern: Hier können diese Arbeiten durch das Betriebspersonal durchgeführt werden, wenn davor eine Unterweisung mit Nachweis durch einen Sachkundigen stattfand (näheres siehe § 5 ChemOzonschichtVChemOzonschichtV
Die Verordnung enthält chemikalien- und abfallrechtliche Regelungen für Fluorchlorkohlenwasserstoffe, andere vollhalogenierte Fluorchlorkohlenwasserstoffe, Halone, Tetrachlorkohlenstoff, 1,1,1-Trichlorethan, Methylbromid, teilhalogenierte Fluorbromkohlenwasserstoffe, teilhalogenierte Fluorchlorkohlenwasserstoffe und Chlorbrommethan. Ziel ist, die Einträge ozonschädigender Stoffe in die Erdatmosphäre zu mindern. Die Verordnung enthält Verbote und Beschränkungen zu bestimmten Einatzbereichen dieser Stoffe, Regelungen zur Rückgewinnung und Rücknahme sowie Vorschriften zur Emissionsvermeidung bei Betrieb, Wartung, Außerbetriebnahme und Entsorgung. Die EG-Verordnung 2037/2000 über Stoffe, die zum Abbau der Ozonschicht führen wird hierdurch ergänzt.
).

Die am 01. Oktober 2000 in Kraft getretene „Verordnung (EG) Nr. 2037/2000 des Rates über Stoffe, die zum Abbau der Ozonschicht führen“, ist in Deutschland ebenfalls zu beachten. Hier werden Ausstiegsfristen für die Verwendung von R 22 in bestehenden Anlagen festgelegt.

  • mit dem Kältemittel R 12:
    FCKW (Fluorchlorkohlenwasserstoff) besitzt ein hohes Potenzial zur Zerstörung der stratosphärischen Ozonschicht. R 12 ist die Kurzbezeichnung für das FCKW Dichlordifluormethan. Nach § 3 der FCKW-Halon-Verbots-Verordnung ist das Verwenden und Inverkehrbringen von R 12 verboten.

» weitere Informationen unter: www.umweltbundesamt.de

§ ChemG (Chemikaliengesetz):

Ziel des Chemikaliengesetzes ist der Schutz des Menschen und der Umwelt vor den schädlichen Einwirkungen gefährlicher Stoffe und Zubereitungen. Es definiert, was gefährliche Stoffe und Zubereitungen sind.

§ ArbSchG (Arbeitsschutzgesetz):

Das Gesetz dient dazu, Sicherheit und Gesundheitsschutz der Beschäftigten bei der Arbeit durch Maßnahmen des Arbeitsschutzes zu sichern und zu verbessern. Es gilt in allen Tätigkeitsbereichen.